Google Street View

Thomas Gutteck

Thomas Gutteck kommentiert entspannt vom Strand. Ich genieße die Ruhe und die Weite der Ostsee, um mir über einiges Gedanken zu machen. Nur ein Bruchteil davon landet hier im Blog. Manchmal will ich berichten, manchmal provozieren und manchmal mich einfach nur auskotzen. --- Geprüft mit Duden Technologie

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3 Antworten

  1. Thomas Wendt sagt:

    Weil wir ohnehin überall ohne unsere Zustimmung abgelichtet werden, sollen wir nun auch für noch mehr Ablichtungen sein und diese toll finden? Warum die verkehrte Welt auch noch schön reden? Nein, die Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte müssen wieder zurückgefahren werden.

    Google ist alles andere als ein gemeinnützige Hilfsorganisation, sondern ein Konzern mit Profitinteresse. Sollen sie doch etwas vernünftige Produkte herstellen oder gute Dienstleistungen verkaufen, dann ist ein Gewinn auch legitim, aber bitte nicht mit der Verwertung meines persönlichen Umfeldes. Von wegen, „Google stellt klar, wofür sie genutzt werden…“. Du siehts ein paar bunte Bilderchen, aber die wertvollen Metadaten läßt sich Google bezahlen.

    Wenn das so einen tollen touristischen Nutzen hat, dann können sich doch die Touristiker zusammentun und so etwas auf freiwilliger Basis auf die Beine stellen. OpenStreetMap bietet da sicher das Grundgerüst und dazu dann dazu Gaststätten, Museen, Hotels usw.. Muß man dazu einen Konzern hofieren, der lediglich Daten sammelt, um Werbung zu verkaufen?

  2. Thomas sagt:

    Der Ansatz ist meiner Meinung nach falsch, warum „Hetzjagd“ auf ein Unternehmen machen, wenn es in anderen Fällen 20000 mal stillschweigend geduldet wird. Wenn dann konsequent solche Sachen verbieten.
    Natürlich ist Google profitorientiert, ganz außer Frage. Googles Hauptgeschäftsfeld ist der Verkauf von Werbung und damit dies gut funktioniert erhebt es die Metadaten. Die kriegst du nicht zu kaufen, das ist das Potential / Kapital von Google. Die Frage ist, schadet dir dies oder nicht. Meiner Ansicht nach nicht, du kriegst nur das an Werbung was auch zu dir passt. Man wird nicht mit unpassenden Kram belastet. was hast du gegen Google Produkte? Welche Produkte sind nicht vernünftig? Man muss hier auch mal ganz klar sagen, die Google Produkte und Services sind für dich als Nutzer kostenlos.
    Thomas ich glaube dir ist anscheinend nicht klar, das es viel schlimmere Unternehmen gibt, die täglich Daten über die erheben ohne dein Wissen und deine Zustimmung und diese Daten auch noch zum Kauf anbieten. Aber das erzähle ich dir mal im persönlichen Gespräch.
    OpenStreetmap ist eine spannende Sache, aber halt für Touristiker meiner Meinung nicht flächendeckend nutzbar. Da sind die Daten nicht vorhanden. Um die benötigten Daten touristisch zu nutzen, müsste man Sie erstellen, das kostet Geld, Sie zu pflegen das kostet Geld. Dazu bietet die Open Street Map zur Zeit nur eine Ansichtsform. Dem gegenüber steht Google Maps was kostenfrei einzusetzen ist. Und jetzt reden wir nochmal über wirtschaftliches handeln. Bevor du dies als Schmarotzertum bezeichnest, ich habe mich schon versucht für die Open Street Map zu zeichnen.
    Man könnte jetzt eine Diskussion entfachen das Google nur Karten bereitstellt und Open Street Map Geodaten, die man nach belieben aufbereiten kann. Open Street Map ist ein offenes System, was mich zwar persönlich fasziniert, aber aus touristischer Sicht für mich noch nicht einsetzbar ist.

  3. Thomas Wendt sagt:

    Niemals würde ich in Abrede stellen, daß es weit schlimmere Finger gibt, als es Google ist. Nur halten sich die anderen „Unternehmen“ schon aus Eigeninteresse lieber im Hintergrund, während Google ganz offensichtlich und aggressiv Monopolstellungen einzunehmen versucht. Durch ihren völlig überzogenen Aktienmarktwert sind sie in der Lage, sich beinahe jeden Konkurrenten zu stellen und dann auch noch einzukaufen. Am Anfang fand ich das noch witzig und hielt Google für den cleveren Paria, der es sogar mit Microsoft aufnehmen kann. Inzwischen fürchte ich mich mehr vor der Datensammelwütigkeit von Google. Microsoft wird da zwar mit ihren Diensten, a la Bing nachziehen, aber zumindest vor deren Software kann man sich schützen und gute Alternativen nutzen.

    Keinesfalls will ich über den Vorteil oder Nachteil von OpenStreetMap oder GoogleMap schreiben. Mir ging es nur darum, klarzustellen, daß wenn die Touristiker solche Dienste nützlich finden würden, sie diese selber aufbauen könnten, statt sich in Abhängigkeiten zu begeben. Es ist doch wohl logisch, daß, wenn der Laden erst einmal unabkömmlich geworden ist, sich Google gewisse „Premiumdienste“ wird bezahlen lassen. So oder so verläßt Geld den regionalen Wirtschaftskreislauf. Und wertvolle Informationen gleich mit.

    Google ist nicht gefährlich, weil es Daten sammelt. Die Daten an sich sind gefährlich weil sie digital vorliegen und Interessierte werde Wege finden, sie mit noch wieder anderen Daten zu verknüpfen. Du weißt, es wird passieren. Dagegen muß man aber an jeder Stelle vorgehen, Datenverknüpfer zumindest in die Illegalität zwingen, alles erschweren, Bewußtsein der ahnungslosen Verbraucher zu wecken, technische Gegenmaßnahmen an staatlichen Datenknotenpunkten etablieren, technisch den Datenschutz zumindest mit seinen besten Kräften (z.B. CCC) mit den Datenverknüpfern gleichziehen zu lassen. Das wird ein ewiger Kampf bleiben.

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